MVE Chronik

Auszug aus der Chronik Musikverein Ettingen 2000–2025

Die Chronik des Musikvereins Ettingen (MVE) von 2000 bis 2025 dokumentiert eine Ära musikalischer Erfolge und organisatorischer Herausforderungen, die im 100-jährigen Jubiläum 2025 ihren Höhepunkt findet.

MV Ettingen 2000

Es startete fulminant: Im Jahr 2000 richtete der MVE anlässlich seines 75-Jahr-Jubiläums gleich einen Grossanlass aus – das 19. Kantonale Musikfest Baselland und das 10. Kantonale Jugendmusikfest. Die logistische Meisterleistung war ein voller Erfolg und stellte das Dorf Ettingen in den Mittelpunkt der Blasmusik. Die Uraufführung des Aufgabenstücks „Eine kleine Dorfmusik“, das eigens auf Ettingen zugeschnitten war, bildete einen emotionalen Höhepunkt.

In den Folgejahren fand ein wichtiger Wandel in der Vereinsführung statt: Auf Thomas Schneider folgte Heinz Ruchti (2001) als Präsident, und Dirigent Philipp Muster wurde 2002 von Gustav Olofsson abgelöst. 2004 wurde das traditionelle Frühlingskonzert mit einem neuen, stimmungsvolleren Saalkonzept in der Mehrzweckhalle eingeführt. Aufgrund zunehmender organisatorischer Auflagen sah sich der Verein jedoch gezwungen, das beliebte Oktoberfest nach 2004 einzustellen.

Ein bedeutender Meilenstein war die Neuinstrumentierung im Jahr 2005, die dem Verein einen musikalischen Aufschwung verschaffte und durch grosszügige Spenden ermöglicht wurde. Unter Dirigent Wolfgang Hamm (ab 2006) folgte 2008 ein hochstehendes Gemeinschaftskonzert mit dem Männerchor und dem Kirchenchor Ettingen. Die erfolgreiche Teilnahme am Kantonalen Musikfest in Muttenz 2010 unterstrich die musikalische Stärke.
Unter André Müller (ab 2013) fand 2016 schliesslich der grosse Erfolg statt: Der MVE nahm, zusammen mit der Musikgesellschaft Concordia Therwil, erstmals in seiner Geschichte am Eidgenössischen Musikfest (EMF) in Montreux teil. Dieses gemeinsame Musikerlebnis am Genfersee, bei dem 238 Punkte erzielt wurden, war ein prägendes Ereignis. Matteo Genini übernahm Mitte 2016 die musikalische Leitung.

Die Jahre 2020 und 2021 waren durch die COVID-19-Pandemie geprägt, die zu Probenstopps, Veranstaltungsabsagen und dem Verlust sozialer Kontakte führte.
Der Verlust der langjährigen Vereinsgaststätte, des Restaurants Rebstock, im Jahr 2021 stellte eine weitere emotionale Zäsur dar. Getragen vom starken Zusammenhalt und digitaler Kommunikation meisterte der Verein diese schwierige Zeit. Nach der Pandemie übernahm der Profimusiker Remo Schnyder (Mitte 2023) den Dirigentenstab und führte den Verein mit Feingefühl in neue musikalische Sphären. Eine besondere Ehre erfuhr der Verein im Jahr 2024, als er von der Bürgergemeinde den Ettinger Preis für sein langjähriges kulturelles und musikalisches Engagement im Dorfleben erhielt. Trotz des allgemeinen Trends sinkender Mitgliederzahlen im Laienmusikbereich (16 Aktive im Jahr 2025), blickt der MVE, als aktiver und geschätzter Teil des Dorflebens, stolz auf seine Chronik bis zum 100-jährigen Jubiläum 2025 zurück. Die treue Zuhörerschaft belohnt die Leidenschaft und das grosse Engagement des Vereins.

JahrEreignis
1925Grundsteinlegung zur eigenen Musiksektion des Katholischen Jünglingsvereins am 18. Januar.
1926Einweihung der ersten Instrumente.
1928Trennung der Musiksektion vom Stammverein.
1933Fahnenweihe.
1943Der Musikverein Ettingen erhält die erste Uniform.
1949Feier des 25-jährigen Bestehens am 13. und 14. August.
1964Einweihung der zweiten Uniform.
197550 Jahre Musikverein Ettingen. Anlass war ein kulturhistorischer Umzug („Ettingen anno 1925“), dessen Ausstellungsstücke die Idee für das spätere Dorfmuseum „Guggerhuus“ beflügelten.
1982Der Musikverein wird neu eingekleidet (dritte Uniform).
1988Einweihung der dritten Fahne.
1995Der Musikverein erhält seine vierte Uniform.
200075 Jahre Musikverein Ettingen. Durchführung des Basellandschaftlichen Kantonalen Musikfest.
2005Neuinstrumentierung.
2016Teilnahme am eidgenössichen Musikfest in Montreux mit dem MGC Therwil
2025100 Jahre Musikvereine Ettingen
MV Ettingen 1992

Chronik des Musikverein Ettingen von 2000 bsi 2025, erstellt durch Thomas Heinis: